Aufgrund der weiterhin steigenden Lebenserwartung wird die Pflegeversicherung immer wichtiger.

Viele Ältere und kranke Menschen können in ihrem Alltag die eigene Versorgung und Pflege, oder die des Lebenspartners leider nicht mehr übernehmen und sind aus diesem Grund auf Hilfe angewiesen. Doch diese Hilfe ist mit Kosten verbunden. Es gibt derzeit fünf Pflegegrade in denen die Pflegebedürftigen aufgrund bestimmter Kriterien so zusagen bewertet und eingeteilt werden. Diese Pflegesgrade bestimmen auch, wie viel Geld man aus der Pflegeversicherung zur Unterstützung erhält. Jedoch reichen diese Gelder meistens nicht aus um den gesamten Bedarf zu decken und man sollte daher schon in jungen Jahren mit einer Pflegerentenversicherung oder Pflegezusatzversicherung vorsorgen.

 

Bild: Attianese Versicherungen

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten privat vorzusorgen.

So kann man beispielsweise eine Pflegetagegeld-, eine Pflegekosten– oder eine Pflegerentenversicherung abschließen. Welche Pflegezusatzversicherung man am besten abschließen sollte, hängt davon ab wie man in der Zukunft versorgt sein möchte.

Zum Beispiel sollte man gesund und jung sein um eine Pflegezusatzversicherung wie die Pflegerentenversicherung zu bekommen, denn ältere und bereits erkrankte Menschen haben es schwer einen Versicherer zu finden bei dem sie die Pflegezusatzversicherung abschließen können. Daher ist es sehr empfehlenswert eine Pflegezusatzversicherung möglichst frühzeitig abzuschließen. Wer jedoch beispielsweise eine Pflegerentenversicherung abschließen möchte, damit er auch zukünftig nicht allein auf die Leistungen aus der Pflegeversicherung angewiesen ist, sollte die Versicherungsbedingungen vor dem Abschluss genau prüfen. So muss Beispielsweise abgeklärt werden inwiefern die Pflegebedürftigkeit nachgewiesen werden muss. Oder auch ob man auch dann Leistungen erhält, wenn man sich im Ausland aufhält.

Bevor man jedoch eine solche private Pflegeversicherung abschließt, sollte man sich gut über die unterschiedlichen Modelle informieren und die Leistungen sowie Tarife verschiedener Versicherungsunternehmen miteinander vergleichen. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber Download E-Book zur Pflegeversicherung.

Wer sich Pflegeversichern möchten, kann auch eine staatliche Zulage über die „Pflege-Bahr“ mitnehmen. Das empfiehlt sich aber nur für Personen, die keine normale Pflegeversicherung erhalten. Einfach weil die Summen und Leistungen begrenzt sind.

Pflege-Bahr

Da unsere Pflegekassen in Deutschland ziemlich leer sind, und die Pflege mit aus den Steuern gezahlt wird, hat der Staat (Erfinder Herr Bahr von der FDP) die geförderte Pflegeversicherung (Pflege-Bahr) beschlossen. Gefördert wird nur ein Pflegetagegeld-Tarif, kein Pflegekostentarif. Pflegetagegeld gibt es bei Gesellschaften, die Krankenversicherungen anbieten. Pflegekostenversicherung ist ein Leben-Produkt und bei Lebensversicherungen-Gesellschaften erhältlich. Zusätzliche muss das Pflegetageld in Pflege Stufe III eine monatliche Zahlung von 600€ enthalten sein. Eine Wartezeit von 5 Jahren ist meistens mit Vereinbart, da die Pflege-Bahr ohne Gesundheitsfragen ist und jeder angenommen werden muss. Ausgenommen sind bereits Pflegebedürftige. Aus diesem Grund sind diese Tarife häufig teurer als die normale Pflegeversicherungen. Der Beitrag zur Pflegeversicherung muss aus mindestens 10€ im Monat eigenbeitrag sein plus 5€ zuschuss von Staat.

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Wenn die Pflegekosten das Vermögen der Eltern überschreitet, dann müssen die Kinder für die weiteren Kosten aufkommen. Auch wenn man mit dem Elternteil seit Jahrzehnte kein Kontakt mehr hat. Es gibt bestimmte Kriterien und Freigrenzen, die dabei beachtet werden müssen. Im PDF-Anhang können Sie dies genauer lesen. (Stand 02/2015) PDF-Dokument_Wann müssen Kinder für ihre Eltern zahlen_02-15
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