Verischerungsmakler vs. Versicherungsvertreter

Jeder von uns benötigt Versicherungen, doch wie komm ich an die für mich besten Leistungen zu den besten Konditionen?

Wichtig ist zu allernächst jemanden zu finden dem man vertraut, denn wie in vielen anderen Lebensbereichen, ist man selbst meist nicht der Fachmann und ist auf die Erfahrung und das Wissen eines Dritten angewiesen.

Es gibt im Groben drei verschiedene Menschen die einem helfen können die „perfekte“ Absicherung zu finden:

  1. der Versicherungsvertreter: dieser arbeitet für eine spezielle Gesellschaft und kann die Produkte, die seine Gesellschaft anbietet, empfehlen und „verkaufen“.
  2. der ungebundene Versicherungsmakler: dieser arbeitet mit einer Menge an verschiedenen Gesellschaften zusammen und kann somit verschiedene Produkte verschiedener Gesellschaften anbieten. Der Vorteil ist das der Makler im Gegensatz zum Vertreter nicht an eine spezielle Gesellschaft gebunden ist, bedeutet: Wenn man eine Hausratversicherung benötigt kann einem der Versicherungsvertreter nur die verschiedenen Bausteine und Ausführungen seiner „Gesellschaft A“  anbieten, der Makler hingegen hat alle Bausteine und Ausführungen der „Gesellschaft A“ und weiterer Gesellschaften (B;C;D usw und Sonderkonzepte) zum Angebot bereitliegen. Heißt also mit einem Makler lässt sich bares Geld sparen, weil er die besten Leistungen zu den besten Konditionen anbieten kann, weil er auf eine vielzahl von Gesellschaften zugreifen kann. Für den Kunden ist die Beratung kostenlos (juristisch heißt es trotzdem Verkauf) und der Makler bekommt seine Provision für den Abschluss und die Betreuung des Kunden von der Gesellschaft, falls ein Vetrag abgeschlossen wird. Bestehende Verträge können in Betreuung genommen werden.
  3. der Honorarberater: dieser berät den Kunden auch zu verschiedensten Gesellschaften und bietet entweder mehrere Produkte an oder spezifiziert sich auf eins. Allerdings muss der Kunde bei einem Honorarberater die Kosten  für eine Beratung selbst tragen, da dieser ohne Provisionen seitens der Gesellschaften arbeitet. Es kommt häufig vor, dass die Tarife häufig noch günstiger sind, da es sich dann um Netto-Tarife handelt.

 

Mittlerweile ist es auch möglich sich auf diversen Internet-Seiten selbst Vergleiche für die verschiedenen Versicherungen aufzeigen zu lassen, allerdings sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass ein Versicherungsfachmann/Versicherungskaufmann über eine Menge an Hintergrundwissen verfügt und Probleme kennt die auftauchen können und auf Sachen hinweisen kann auf die man achten sollte.

 

 

Welche Versicherung versichert was???

Es gibt viele verschiedene Versicherungen- nur welche Versicherung kommt für welche Schäden auf? Womit sichere ich was ab?

 

Folgend ein paar der wichtigsten Versicherungen und wofür Sie aufkommen:

Privathaftpflicht
– wenn ich jemand anderem einen Schaden zu füge, kommt diese Versicherung für diesen Schaden auf

Hausrat
– alle freibeweglichen Gegenstände innerhalb des Hauses/ der Wohnung sind mit dieser Versicherung gegen Schäden abzusichern

Wohngebäude 
– alle fest mit dem Gebäude verbundene Gegenstände sind mit dieser Versicherung abzusichern

Rechtschutz  
– bin ich auf rechtliche Unterstützung angewiesen bei einem Streitfall, käme die Rechtschutzversicherung dafür auf

Krankentagegeld
– bin ich länger als 6 Wochen krank innerhalb eines Jahres aufgrund der selben Erkrankung, rutsche ich in den Krankengeldbezug. Dieser ist um ca. 30% geringer als mein normales Gehalt. Um diese Differenz auffangen zu können, kann man das Krankentagegeld abschließen

Berufsunfähigkeit
– kann ich irgendwann meinen Beruf nicht mehr ausüben, kann ich mir eine monatliche Auszahlung im voraus mit dieser Versicherung zusichern

Risikolebensversicherung
– mit dieser Versicherung kann ich einen beliebigen Betrag auf das Leben einer Person versichern.

 

Niedrigzinspolitik: der Staat gewinnt – der Bürger verliert

Die Zinsen gingen in den letzten Jahren immer weiter runter. Der Vorteil daraus ist, dass wenn Sie sich Geld von der Bank leihen, kaum Zinsen anfallen. Das gleiche gilt auch für den Staat. Die Staatsschulden werden kaum verzinst, dadurch spart der Staat mehrere Milliarden oder sogar Billiarden Euro.

Aber anstatt den Schuldenschnitt zu reduzieren, damit bei höheren Zinsen nicht noch mehr Schulden aufgebaut werden, wird das Geld wieder in die „Wirtschaft“ gesteckt.

Der Spruch: „Des einen Freud, des anderen Leid.“ ,passt hier hervorragend.

Wo die einen sich Geld günstig leihen, machen die „Sparer“ Tag für Tag Verlust.

Die Inflationsrate im Dezember 2016 lag bei 1,7%. Die aktuellen Marktzinsen sind erheblich niedriger. So verliert Ihr gespartes Geld weiter an Wert.

Noch schlimmer trifft es die Versicherungen und Banken. Diese müssen auf Ihre Rücklagen Strafzinsen zahlen.
Das Problem ist, das diese Rücklagen vorhanden sein müssen. Ein Großteil davon ist vom europäischen Staat gefördert, damit die Unternehmen eine gewisse Stabilität haben,da Geld täglich verfügbar sein muss, damit z.B. im Versicherungsfall direkt Geld ausgezahlt werden kann.

Auch bei diversen Altersrenten, Erwerbsunfähigkeitsrenten, usw. liegt  direkt verfügbares Geld parat.
Auf dieses Geld wird ein erhebliche Summe an Strafzinsen gezahlt. Und dieses Geld war am Ende eigentlich für Sie gedacht.

Was man nicht vergessen darf, Sie geben diversen Versicherungen Geld, damit Sie eines Tages eine Leistung erhalten können. Dieses Geld wird zurück gelegt, für den Fall, dass Sie es in Anspruch nehmen.

z.B. bei der privaten Krankenversicherung zahlen Sie in jungen Jahren mehr ein, als Sie benötigen. Irgendwann wenn Sie älter werden, nehmen Sie mehr in Anspruch, als Sie einzahlen.
Nur das Problem ist, wenn diese Rücklagen nicht vernünftig verzinst werden, müssen Sie mehr einzahlen, damit das ganze wieder aufgeht.

z.B. bei der Berufsunfähigkeitsabsicherung (BU) und Lebensversicherung (LV) haben Sie oft einen Tarifbeitrag (Brutto) und einen Zahlbeitrag (Netto). Die Gewinne werden Ihrem Vertrag zum größten Teil wieder gut geschrieben. Dadurch haben Sie einen niedrigeren Zahlbeitrag. Wenn die Gewinne der Geldanlage niedriger werden, erhöht sich Ihr Zahlbeitrag. Das heißt: Weniger Zinsen, weniger Gewinne, mehr Beitrag.

z.B. bei der Rente gibt es Rentenfaktoren. In diesem Rentenfaktor wird festgelegt, wie viel Rente Sie bei je 10.000€ Guthaben erhalten. Durch die langanhaltenden niedrigen Zinsen, können die Gesellschaften nicht auf Dauer die hohen Rentenfaktoren geben. Es heißt, dass die Rente unter dem garantierten Rentenfaktor nicht fallen kann. Wenn man sich die Bedingungen genauer anschaut, dann findet man auch dort noch eine Weg, dies anzupassen. Aktuell gibt es eine Gesellschaft, die garantiert, dass der garantierte Rentenfaktor nicht geändert werden kann. Es klingt ziemlich absurd, dass man eine Garantie nicht garantieren kann. Vorteil für Sie ist eine garantierte Garantie, dass Sie mit dieser garantierten Rente rechnen können. Nachteil, was bringt es mir, eine Garantie zu haben, wenn die Gesellschaft in dem Augenblick, wo ich mein Geld benötige, nicht mehr alle Garantien bedienen kann.

Auch die Riesterrenten haben bei diesen niedrigen Zinsen sehr große Probleme. Wenn das Rentenalter erreicht wird, müssen die eingezahlten Beiträge plus der Förderungen mindestens garantiert sein. Und das geht nur, wenn das Kapital verzinst angelegt wird. Nur ein Anteil wird effektiv in Fonds investiert. Da einige Gesellschaften sich schwer mit dieser Garantie-Erzielung tun, haben sich diese aus dem Riester-Markt zurückgezogen.
Andere haben neue Alternativen gefunden, wie diese Garantie gestellt werden kann. Nur diese Verträge müssen eine Zertifizierung erhalten. Aus diesem Grund haben diese vorläufig keine Riesterrenten im Angebot.

Wie Sie sehen, hat alles Vor- und Nachteile. Es wird langsam für uns alle wichtig, dass die Zinsen endlich angepasst werden, damit wir auch in Zukunft vernünftig leben können.

 

Das Versicherungssystem

Wie funktioniert die Prämienberechnung einer Versicherung?

Im Prinzip wird der Schaden des Einzelnen auf alle Versicherungsnehmer umgelegt. Man untertützt sich innerhalb einer großen Gemeinschaft (Versicherung) mit den gezahlten Prämien gegenseitig im Falle eines Schadens.

Wenn die Einnahmen für die ausgezahlten Leistungen nicht ausreichen, dann muss mehr Geld her. Die Beiträge steigen.
Im Umkehrschluss heißt das: Zahlen Sie kleine Schäden ruhig aus der eigenen Tasche, damit auch Ihre Beiträge nicht steigen.

Versicherungsbetrug lohnt sich nicht, dadurch steigen die Beiträge ebenfalls, weil mehr Leistungen erbracht werden und die Kosten der Versicherung nicht gedeckt werden.

 

Schön und einfach erklärt bei dem kurzen Ausschnitt von Quarks& Co:

Zum Video Quaks&CO- Prämienberechnung

Sind wir gut versichert? Wie funktioniert das Versicherungssystem?

Die Sterbegeldversicherung ist die einzige Versicherung die immer zahlt!

Welche Versicherungen machen Sinn, welche nicht? Warum ist es von Vorteil, wenn man nicht jeden kleinen Schaden von der Versicherung ausgleichen lässt und wie funktioniert überhaupt das Prinzip einer Versicherung?

Bei Quarks& Co verständlich erläutert, einziges Manko bei den Erklärungen, dass nicht zwischen Versicherungsmakler (steht auf der Seite des Kunden) und Versicherungsvertreter (steht auf der Seite seiner Versicherung/ seines Arbeitgebers) unterschieden wird.

Zum Video Quaks&CO

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