Wofür braucht man eine Privathaftpflichtversicherung?
Diese Versicherung springt immer dann ein, wenn du jemand anderem einen Schaden zufügst. Sowohl Schäden an Personen, als auch an Sachen oder dem Vermögen anderer ist abgesichert.
In Deutschland schreibt das Gesetz vor, dass man für den Schaden den man einer anderen Person zufügt zu haften hat. Ohne eine solche Versicherung kann das sehr teuer werden, da man in unbegrenzter Höhe für den verursachten Schaden aufkommen muss.
Die Privathaftpflichtversicherung kommt selbst dann für die Schäden auf, wenn man grob fahrlässig gehandelt hat.
Absichtliche Beschädigungen sind jedoch ein Ausschluss Kriterium. Ein absichtlich herbeigeführter Schaden wird nicht reguliert!
Ist die Privathaftpflichtversicherung Pflicht?
Die Privathaftpflicht ist keine Pflichtversicherung. Im Gegensatz dazu ist die Autohaftpflicht und Jagdversicherung eine Pflichtversicherung. Auch manche Berufe müssen sich „pflichtversichern“.
Eine Privathaftpflichtversicherung ist somit freiwillig, wenn auch sehr sinnvoll. Da diese im Falle eines Schadens an Dritten, die finaziellen Forderungen ausgleicht. Das kann mitunter die eigene Existenz sichern, weil die finaziellen Forderungen hoch ausfallen können, manchmal zu hoch um sie ohne eine Privathaftpflichversicherung decken zu können.
Braucht jedes Familienmitglied eine eigene Privathaftversicherung?
Nein, als Ehepartner oder Kind/er kann man in die Familienversicherung aufgenommen werden, sodass man nur eine Privathaftversicherung benötigt.
Generell ist eine Privathaftpflichtversicherung im Vergleich zu anderen Versicherungen ziemlich günstig und gibt die Sicherheit im Schadensfall nicht in eine finanzielle Katastrophe zu schlittern.
Welche Leistungspunkte sind bei einer Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen?
Als Basispunkte sind bei einer Privathaftpflichtversicherung Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden abgesichert, genauso wie Immobilien und Mietsachen.
Des Weiteren gilt die Privathaftpflichtversicherung auch im Ausland und agiert als passive Rechtschutz, falls zu Unrecht eine Regulierung von dir nach einem Schaden gefordert wird.
Welche weiteren Leistungspunkte sind von Interesse bei Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung?
Es gibt eine Reihe weiterer Leistungspunkte, die bei einer Privathaftpflichtversicherung sinnvoll sind.
Schlüsselverlust: Verliert man einen Schlüssel kann das ein teures Missgeschick werden. Zum Beispiel wenn dadurch die Schließanlage in einem Mehrparteienhaus getauscht werden muss oder es sich um den Schlüssel zur Arbeit handelt und dann die Schließanlage dort getauscht werden muss.
Es gibt die Möglichkeit Schlüsselverlust über die Privathaftpflichtversicherung absichern zu lassen.
Forderungsausfalldeckung: Die Forderungsausfalldeckung ist auch ein weiterer interessanter Leistungspunkt. Angenommen du bist Geschädigter, derjenige, der dir den Schaden zugefügt hat, hat aber keine Privathaftpflichtversicherung und auch keine finanziellen Mittel um den Schaden zu begleichen (oder vollständig zu begleichen), so springt deine Privathaftpflichtversicherung ein und schließt die Lücke um deinen Schaden auszugleichen.
Gefälligkeitsschaden: Gefälligkeitsschäden sind Schäden, die du jemandem zufügst, während du ihm hilfst. Beispiel du hängst deinem Freund einen Küchenschrank auf, er verrräumt sein Geschirr und dann fällt der Schrank von der Wand. Diesen Schaden trägt dann die Versicherung, wenn du in deiner Privathaftpflichtversicherung auch Gefälligkeitssschäden abgedeckt hast.
Außerdem solltest du die Selbstbeteiligung im Falle eines Schadens im Auge haben. Tarife mit Selbstbeteiligung sind günstiger als Tarife ohne.
Zahme Haustiere sind in der Versicherung mit abgesichert. Heißt z. B Katzen, Kaninchen und Bienen.
Hunde brauchen eine eigene Hundehaftpflichtversicherung, es sei denn es ist ein fremder Hund mit dem du mal spazieren gehst, genau so verhält es sich bei einer Reitbeteiligung.
Natürlich alles nur unter der Voraussetzung, dass du kein gewerblicher Hundesitter oder Bereiter bist.
Was ist der Unterschied zwischen Neuwert und Zeitwert?
Wichtig bei der Regulierung von Schäden erstattet die Privathaftpflichtversicherung nicht den Neuwert sondern den Zeitwert.
Gemeint ist damit der Wert, den eine Sache unter Berücksichtigung ihres Alters, ihres Gebrauchs und ihrer Abnutzung zum Zeitpunkt des Schadenfall hat.
Die Wertminderung wird vom Neuwert abgezogen und so der Zeitwert ermittelt.
Der Neuwert hingegen ist der Betrag, der aufzuwenden wäre um eine Sache gleicher Art und Güte in neuwertigen Zustand zu erwerben.
Grund für das Richten nach dem Zeitwert ist vor allen Dingen, dass sich der Geschädigte nach einem Schadenfall nicht besser steht, als davor.
Falls du noch Fragen haben solltest, Beratung brauchst, melde dich gerne bei uns, wir helfen dir gerne weiter!
FAQs zur Privathaftpflichtversicherung
1. Was ist eine Privathaftpflichtversicherung?
Eine Privathaftpflichtversicherung schützt dich vor finanziellen Folgen, wenn du einer anderen Person versehentlich einen Schaden zufügst. Sie übernimmt berechtigte Forderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.
2. Warum ist eine Privathaftpflichtversicherung so wichtig?
Schon kleine Missgeschicke können teuer werden. Wenn du zum Beispiel einen Wasserschaden verursachst oder jemand durch dein Verschulden verletzt wird, können schnell hohe Kosten entstehen.
3. Ist eine Privathaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben?
Nein, sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem zählt sie zu den wichtigsten freiwilligen Versicherungen überhaupt.
4. Welche Schäden übernimmt die Privathaftpflicht?
In der Regel sind folgende Schäden versichert:
- Personenschäden
- Sachschäden
- Vermögensschäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens
5. Was ist ein Personenschaden?
Ein Personenschaden liegt vor, wenn jemand verletzt wird. Dazu gehören Arztkosten, Verdienstausfall, Schmerzensgeld oder lebenslange Rentenzahlungen.
6. Was ist ein Sachschaden?
Ein Sachschaden entsteht, wenn du fremdes Eigentum beschädigst. Zum Beispiel ein Smartphone, Möbelstück, Auto oder eine Fensterscheibe.
7. Sind Kinder in der Privathaftpflicht mitversichert?
Ja, in Familientarifen sind Kinder meist mitversichert. Wichtig ist besonders, dass auch deliktunfähige Kinder eingeschlossen sind.
8. Sind mein Ehepartner oder Lebenspartner mitversichert?
In Paar- oder Familientarifen ist der Partner häufig eingeschlossen. Das gilt je nach Tarif auch für unverheiratete Lebensgemeinschaften.
9. Zahlt die Privathaftpflicht bei geliehenen Sachen?
Das hängt vom Tarif ab. Gute Tarife leisten oft auch bei Schäden an geliehenen oder gemieteten Gegenständen.
10. Ist Schlüsselverlust versichert?
Viele moderne Tarife versichern privaten und beruflichen Schlüsselverlust. Besonders bei Schließanlagen kann das sehr wichtig sein.
11. Zahlt die Versicherung bei Schäden an Mietwohnungen?
Ja, viele Schäden an gemieteten Wohnungen sind mitversichert, zum Beispiel beschädigte Türen, Waschbecken oder Bodenbeläge.
12. Was bedeutet Forderungsausfall?
Wenn dir jemand einen Schaden zufügt und selbst keine Haftpflichtversicherung hat sowie nicht zahlen kann, springt ein guter Tarif unter Umständen für dich ein.
13. Gilt die Privathaftpflicht auch im Ausland?
Viele Tarife bieten weltweiten Schutz für Urlaubsreisen oder zeitlich begrenzte Aufenthalte im Ausland.
14. Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Empfehlenswert sind heute mindestens 10 Millionen Euro pauschal, besser noch 50 Millionen Euro oder mehr.
15. Was kostet eine gute Privathaftpflichtversicherung?
Gute Tarife gibt es oft schon für wenig Geld im Monat. Entscheidend ist nicht nur der Preis, sondern die Leistung.
16. Wann zahlt die sie nicht?
Nicht versichert sind meist:
- Vorsätzlich verursachte Schäden
- Eigene Schäden
- Vertragsstrafen
- berufliche Risiken (außer ausdrücklich mitversichert)
17. Wer hilft mir beim passenden Tarifvergleich?
Ein unabhängiger Versicherungsmakler wie Attianese Versicherungen GmbH kann verschiedene Anbieter vergleichen und den passenden Schutz für dich finden.





