Wer zahlt, wenn mein Kind verunglückt?

Achtung Unfall! Bitte schütze Dich und Deine Kinder!

In Deutschland sind noch nicht einmal dreißig Prozent aller Kinder privat Unfall versichert. Das ist die schaurige Wahrheit, denn besonders unsere Kleinen sind stets wild, neugierig und unvorsichtig beim Entdecken dieser Welt.

Leider sind tatsächlich rund 81 % aller Unfälle mit Kindern finanziell nicht abgesichert, denn sicherlich, wenn das Kind einen Unfall in der Schule, im Kindergarten oder auf dem direkten Hin- und Rückweg zu diesen Orten hat, ist es durch die gesetzliche Unfallversicherung für gewöhnlich abgesichert. Jedoch gibt es erst Rentenleistungen ab einer Erwerbsminderung von mindestens 20 % und die Zahlungen der gesetzlichen Versicherung fallen erschreckend dürftig aus.

Nehmen wir als Beispiel einen Fall, in dem ein fünfjähriges Kind auf dem direkten Schulweg unfallbedingt Vollinvalide wird. In diesem Fall kann die Familie mit Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung rechnen. Wir sprechen von 478,33 € Vollinvalidenrente (neue Bundesländer) für das Kind. Dieser Beitrag unterliegt keiner Altersanpassung und erhöht sich nicht. Die Familie des Betroffenen ist finanziell ruiniert und das Kind wird lebenslang ein Sozialfall bleiben. Wer kann schon von rund 480 € leben? Vor allem, wenn eine Schwerbehinderung mit Pflegebedarf vorliegt. Eine private Unfallversicherung schützt in aller erster Hinsicht das finanzielle Grundgerüst der Eltern, falls ein schwerer Unfall des Kindes eine umfangreiche Pflege und / oder medizinische Behandlungen / Hilfsmittel bedarf.

Zum Glück haben Kinder ein gutes „Heilfleisch“ und genesen schnell, so dass sie im Erwachsenenalter die meisten Unfälle für Gewöhnlich überwinden konnten, aber stets sind die Eltern die ersten Personen, welche unter einem folgenschweren Unfall ihres Kindes nicht nur seelisch, sondern auch finanziell leiden.

Aber was ist, wenn mein Kind auf dem Spielplatz verunglückt? Da ist im privaten Sektor gar kein Versicherungsschutz geboten, wenn ich nicht privat vorgesorgt habe.

Und ich bin an dieser Stelle ganz ehrlich: Es ist keine Option, meinem Kind das Spielen und Klettern zu verbieten, nur weil es unzureichend versichert ist. Denn die Kindheit sollte unbeschwert und unbefangen sein.
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