„Rennenfahren“- ein Ausschluss der Unfallversicherung

Die Unfallversicherung

Unfälle können jederzeit und überall passieren, und ihre Folgen können verheerend sein. Eine Unfallversicherung ist eine wichtige Form der Absicherung, die dir in solchen Momenten Sicherheit und finanzielle Unterstützung bieten kann.

Sicherheit in unerwarteten Situationen

Eine Unfallversicherung ist ein wichtiger Bestandteil deiner finanziellen Planung, da sie Schutz in unvorhergesehenen Situationen bietet. Anders als die Krankenversicherung deckt sie ausschließlich Unfälle ab. Das bedeutet, dass du im Falle von Verletzungen, die durch Unfälle verursacht werden, finanziell abgesichert bist. Dieser Schutz erstreckt sich auf eine breite Palette von Situationen, einschließlich Verkehrsunfälle, Sportverletzungen, Stürze und mehr.

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung zahlt in der Regel eine Einmalzahlung oder eine monatliche Rente, wenn du aufgrund eines Unfalls eine Verletzung erleidest. Die Auszahlung hängt von der Art und Schwere der Verletzung ab. Im Falle von Todesfällen aufgrund von Unfällen erhalten deine Angehörigen Leistungen. Ein großer Vorteil dieser Versicherung ist, dass die Leistungen unabhängig von anderen Versicherungen ausgezahlt wird. Das bedeutet, dass du die finanzielle Unterstützung zusätzlich zu anderen Leistungen erhalten kannst.

Der Zweck der Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist speziell darauf ausgerichtet, die finanziellen Belastungen zu mindern, die mit einem Unfall einhergehen können. Dies kann medizinische Kosten, Rehabilitationskosten, den Verlust von Einkommen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit und sogar Bestattungskosten umfassen. Der Zweck besteht darin, dir und deiner Familie in einer Zeit der Krise finanzielle Sicherheit zu bieten, sodass du dich auf deine Genesung konzentrieren kannst, ohne Sorgen um Geld.

Häufige Ausschlüsse

Obwohl die Unfallversicherung viele Vorteile bietet, gibt es auch bestimmte Situationen, in denen sie nicht greift. Zu den häufigsten Ausschlüssen gehören:

  1. Selbstverletzungen: Verletzungen, die absichtlich von der versicherten Person verursacht wurden, werden normalerweise nicht abgedeckt.
  2. Alkohol und Drogen: Unfälle, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen verursacht wurden, können von der Versicherung ausgeschlossen werden.
  3. Krieg und Terrorismus: Verletzungen, die während eines Krieges oder aufgrund von terroristischen Handlungen auftreten, sind in der Regel nicht versichert.
  4. Vorsätzliche Handlungen: Wenn du an einer gefährlichen Aktivität teilnimmst oder absichtlich riskante Handlungen ausführst, kann dies zu einem Ausschluss führen.
  5. Bestimmte Sportarten: Einige extrem riskante Sportarten können von der Unfallversicherung ausgeschlossen sein. Es ist wichtig, die Versicherungsbedingungen sorgfältig zu prüfen.

Ausschluss von „Rennenfahren“

Zu so einem Ausschluss gehört auch, wenn du an Rennen mit Motorfahrzeugen teilnimmst. Ebenso sind die Übungsfahrten zur Vorbereitung auf ein Rennen von der Unfallversicherung ausgeschlossen. Dabei ist es egal ob du als Fahrer an dem Rennen teilnimmst oder als Beifahrer oder sonstiger Insasse. Unter Rennfahrten sind solche Fahrten gemeint die als Wettfahrt darauf ausgelegt sind Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen.

Der Sinn liegt darin Gefahrenumstände auszuschließen, die erheblich über denen des alltäglichen Lebens liegen und nur einen kleinen Personenkreis betrifft.

Begründet ist es damit, dass nicht alle Versicherungsnehmer, durch die Ausführung eines Rennsports einzelner Versicherungsnehmer, zu erhöhten Beiträgen in der Unfallversicherung gezwungen sind.


10FAQ zum Thema Unfallversicherung

1. Was ist eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung zahlt dir eine finanzielle Leistung, wenn du durch einen Unfall dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt wirst. Sie greift weltweit – rund um die Uhr – also auch in deiner Freizeit.


2. Warum brauche ich eine Unfallversicherung, wenn ich gesetzlich versichert bin?

Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Unfälle in der Freizeit – und das sind über 70 % aller Unfälle – sind dort nicht abgesichert. Genau hier schließt die private Unfallversicherung die Lücke.


3. Was gilt eigentlich als Unfall?

Ein Unfall liegt vor, wenn ein plötzlich von außen auf deinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig zu einer Gesundheitsschädigung führt. Zum Beispiel ein Sturz, ein Verkehrsunfall oder eine Sportverletzung.


4. Was zahlt eine Unfallversicherung?

Je nach Vertrag können folgende Leistungen enthalten sein:

  • Invaliditätsleistung (Einmalzahlung)
  • Unfallrente
  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Bergungskosten
  • kosmetische Operationen

Die wichtigste Leistung ist meist die Invaliditätszahlung.


5. Was bedeutet Invaliditätsgrad?

Der Invaliditätsgrad gibt an, wie stark deine körperliche oder geistige Beeinträchtigung nach einem Unfall ist. Je höher der Grad, desto höher fällt die Auszahlung aus. Grundlage ist die sogenannte Gliedertaxe im Vertrag.


6. Wann zahlt die Unfallversicherung nicht?

Nicht versichert sind in der Regel:

  • Vorsätzliche Selbstverletzung
  • Krankheiten (außer sie sind Unfallfolge)
  • Alkohol- oder Drogeneinfluss (je nach Tarif)
  • bestimmte Risikosportarten (wenn nicht eingeschlossen)

Ein genauer Blick in die Bedingungen ist wichtig.


7. Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?

Ja. Kinder sind gesetzlich nur im Kindergarten oder in der Schule versichert. Unfälle in der Freizeit sind nicht abgedeckt. Gerade bei Kindern kann eine dauerhafte Beeinträchtigung hohe Kosten verursachen.


8. Brauche ich als Selbstständiger eine Unfallversicherung?

Besonders Selbstständige sollten über eine Unfallversicherung nachdenken. Fällt dein Einkommen durch einen Unfall weg, gibt es keinen Arbeitgeber, der weiterzahlt.


9. Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Die Höhe hängt von deiner Lebenssituation ab. Als Faustregel gilt: Eine ausreichend hohe Grundsumme mit Progression, damit auch schwere Invaliditäten finanziell abgesichert sind.


10. Reicht eine Unfallversicherung allein aus?

Nein. Sie ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Während die BU bei Krankheit und Unfall leistet, zahlt die Unfallversicherung nur bei unfallbedingten Schäden. Beide Absicherungen ergänzen sich sinnvoll.