Pool, Whirlpool oder Sauna im eigenen Zuhause: So schützt Du Deine Wellness-Oase richtig

Der Traum vom eigenen Wellnessbereich im Garten oder im Haus wird für immer mehr Menschen Realität. Besonders in den letzten Jahren hat sich ein klarer Trend entwickelt: Pools, Whirlpools und Heimsaunen im eigenen Zuhause werden immer beliebter.

Ob zur Abkühlung an heißen Sommertagen oder zur Entspannung im Winter – eine eigene Wohlfühloase bietet viele Vorteile. Doch mit der Anschaffung eines Pools, Whirlpools oder einer Sauna gehen nicht nur Komfort und Lebensqualität einher. Es entstehen auch neue Risiken und Pflichten, die viele Eigentümer zunächst unterschätzen.

Ein wichtiges Stichwort dabei ist: Versicherungsschutz.

Denn Schäden durch Wasser, Feuer oder Unfälle können schnell hohe Kosten verursachen. In diesem Beitrag erfährst Du ausführlich:

  • welche Risiken Pools, Whirlpools und Saunen mit sich bringen
  • welche Versicherungen wichtig sind
  • worauf Du als Eigentümer oder Mieter achten solltest
  • wann Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung zuständig sind
  • welche gesetzlichen Pflichten gelten

Wellness im eigenen Zuhause liegt im Trend

Die Nachfrage nach privaten Wellnesslösungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Besonders seit der Pandemie investieren viele Menschen stärker in ihr Zuhause.

Beliebte Anschaffungen sind zum Beispiel:

  • Aufstellbecken im Garten
  • Whirlpools für Terrasse oder Badezimmer
  • Heimsaunen im Keller oder Garten
  • Indoor-Pools im eigenen Haus

Diese Anlagen sorgen für Entspannung und steigern den Wohnkomfort erheblich. Gleichzeitig können sie jedoch auch zu unerwarteten Schäden führen, wenn sie nicht richtig abgesichert sind.


Eigentum verpflichtet – auch bei Wellnessanlagen

Ein bekanntes deutsches Sprichwort lautet:

„Eigentum verpflichtet.“

Das bedeutet, dass Du als Eigentümer auch dafür verantwortlich bist, dass von Deinem Eigentum keine Gefahr für andere ausgeht.

Dieses Prinzip gilt besonders bei Anlagen wie:

  • Schwimmbecken
  • Whirlpools
  • Saunen

Hier kommt die sogenannte Verkehrssicherungspflicht ins Spiel.


Verkehrssicherungspflicht: Deine Verantwortung als Besitzer

Die Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass Du dafür sorgen musst, dass Deine Anlage keine Gefahr für andere Personen darstellt.

Das betrifft vor allem:

  • Kinder
  • Besucher
  • Nachbarn
  • Haustiere

Ein Beispiel aus der Praxis:

Wenn Dein Schwimmbecken im Garten nicht ausreichend gesichert ist und ein Nachbarskind hinein fällt und sich verletzt, kannst Du dafür haftbar gemacht werden.

Deshalb solltest Du unbedingt auf ausreichende Sicherheitsmaßnahmen achten.


Mögliche Risiken bei Pools im Garten

Ein Schwimmbecken kann viele Gefahren bergen, wenn er nicht richtig gesichert ist.

Typische Risiken sind:

Unfälle

Kinder oder Tiere können in den Pool fallen.

Wasserschäden

Ein geplatzter Pool kann schnell mehrere tausend Liter Wasser freisetzen.

Das kann beispielsweise:

  • den eigenen Keller
  • das Nachbargrundstück
  • angrenzende Gebäude

beschädigen.

Haftungsrisiken

Kommt jemand durch Deinen Pool zu Schaden, kann das zu hohen Schadensersatzforderungen führen.


Warum eine private Haftpflichtversicherung wichtig ist

In vielen Fällen schützt Dich Deine private Haftpflichtversicherung, wenn durch Deinen Pool oder Whirlpool ein Schaden entsteht.

Zum Beispiel:

  • ein Nachbargrundstück wird überschwemmt
  • ein Besucher verletzt sich am Pool
  • fremdes Eigentum wird beschädigt

Die Haftpflichtversicherung übernimmt dann:

  • Schadensersatzforderungen
  • Reparaturkosten
  • mögliche Gerichtskosten

Gerade bei Personenschäden können Forderungen schnell mehrere hunderttausend Euro betragen.


Brandgefahr bei Heimsaunen

Auch eine eigene Sauna bringt Risiken mit sich.

Durch die hohen Temperaturen können schnell gefährliche Situationen entstehen.

Besonders riskant sind:

  • defekte Öfen
  • falsche Installation
  • brennbare Materialien in der Nähe
  • ätherische Öle

Wenn hier ein Brand entsteht, kann sich das Feuer schnell auf das gesamte Gebäude ausbreiten.

Deshalb sollte sie immer:

  • fachgerecht installiert
  • regelmäßig überprüft
  • sicher betrieben

werden.


Wasserschäden durch Whirlpools

Ein Whirlpool enthält oft mehrere hundert Liter Wasser.

Wenn ein Defekt entsteht, kann das zu erheblichen Schäden führen.

Zum Beispiel:

  • Wasserschäden in der Wohnung
  • Schäden an Böden und Wänden
  • Schäden in darunterliegenden Wohnungen

Gerade in Mehrfamilienhäusern kann ein Whirlpool schnell sehr teuer werden, wenn Wasser austritt.


Mobile oder fest verbaute Anlagen – ein wichtiger Unterschied

Für den Versicherungsschutz ist eine Frage besonders wichtig:

Handelt es sich um eine mobile oder fest installierte Anlage?

Davon hängt ab, welche Versicherung zuständig ist.


Mobile Pools, Whirlpools und Saunen

Mobile Anlagen sind zum Beispiel:

  • aufblasbare Pools
  • Aufstellpools
  • mobile Whirlpools
  • mobile Saunakabinen

Diese gelten als bewegliche Gegenstände.

Deshalb fallen sie in der Regel unter die Hausratversicherung.


Hausratversicherung: Schutz für mobile Wellnessanlagen

Die Hausratversicherung schützt Dein Eigentum in der Wohnung oder im Haus.

Dazu gehören:

  • Möbel
  • Elektrogeräte
  • persönliche Gegenstände
  • mobile Pools oder Whirlpools

Wichtig ist jedoch ein Punkt:

Die Versicherungssumme muss ausreichend hoch sein.


Unterversicherung vermeiden

Wenn Deine Versicherungssumme zu niedrig ist, kann eine sogenannte Unterversicherung entstehen.

Das bedeutet:

Im Schadenfall wird nur ein Teil des Schadens ersetzt.

Deshalb solltest Du regelmäßig prüfen:

  • ob Deine Versicherungssumme noch ausreichend ist
  • ob neue Anschaffungen berücksichtigt wurden

Ein Unterversicherungsverzicht kann hier zusätzlichen Schutz bieten.


Fest installierte Pools und Saunen

Anders sieht es bei fest verbauten Anlagen aus.

Dazu gehören:

  • fest eingebaute Pools
  • Indoor-Pools
  • fest installierte Whirlpools
  • Saunen im Haus oder Garten

Diese zählen zum Gebäude.

Deshalb sind sie über die Wohngebäudeversicherung abgesichert.


Wohngebäudeversicherung: Schutz für feste Anlagen

Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude und seine festen Bestandteile.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Wände
  • Dächer
  • Heizungen
  • fest installierte Pools oder Saunen

Auch Schäden durch folgende Risiken sind abgedeckt:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm
  • Hagel

Nebengebäude im Garten

Gartensaunen oder kleine Wellnesshäuser zählen häufig zu den sogenannten Nebengebäuden.

Viele Wohngebäudeversicherungen versichern Nebengebäude automatisch mit.

Typischerweise gilt:

Nebengebäude sind bis etwa 10.000 Euro mitversichert.

Wenn der Wert höher ist, muss eine separate Versicherungssumme vereinbart werden.


Anzeigepflicht bei Indoorpools und Whirlpools

Fest installierte Pools im Haus sind meist anzeigepflichtig.

Das bedeutet:

Du musst Deiner Versicherung mitteilen, dass ein Pool oder Whirlpool eingebaut wurde.

Warum?

Weil dadurch das Risiko für:

  • Wasserschäden
  • Gebäudeschäden

steigen kann.

Die Versicherung kann dann:

  • einen Risikozuschlag verlangen
  • den Versicherungsschutz entsprechend anpassen

Sicherheitsmaßnahmen für Poolbesitzer

Um Risiken zu minimieren, solltest Du einige Sicherheitsmaßnahmen beachten.

Zum Beispiel:

  • Poolabdeckung verwenden
  • Pool umzäunen
  • rutschfeste Poolumrandung installieren
  • kindersichere Poolleitern nutzen
  • Wasser regelmäßig kontrollieren

Diese Maßnahmen helfen nicht nur bei der Sicherheit – sie können auch im Schadenfall wichtig sein.


Fazit: Wellness genießen – aber richtig absichern

Ein eigener Pool, Whirlpool oder eine Heimsauna sorgt für Entspannung und steigert die Lebensqualität.

Doch gleichzeitig entstehen neue Risiken, die viele Eigentümer zunächst unterschätzen.

Wichtig ist deshalb:

  • ausreichend Versicherungsschutz
  • klare Abgrenzung zwischen Hausrat und Gebäudeversicherung
  • Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht
  • rechtzeitige Meldung an die Versicherung

Wer seine Wellnessanlagen richtig absichert, kann seine persönliche Wohlfühloase sorgenfrei genießen.


FAQ – Pool, Whirlpool und Sauna richtig versichern

1. Muss ein Pool versichert werden?

Eine Pflichtversicherung gibt es nicht. Dennoch ist ein ausreichender Versicherungsschutz sehr empfehlenswert.


2. Ist ein Aufstellpool über die Hausratversicherung versichert?

Ja, mobile Pools gehören in der Regel zum Hausrat und können über die Hausratversicherung abgesichert sein.


3. Wann greift die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung greift bei fest installierten Pools, Whirlpools oder Saunen, die fest mit dem Gebäude verbunden sind.


4. Was ist die Verkehrssicherungspflicht?

Die Verkehrssicherungspflicht bedeutet, dass Du dafür sorgen musst, dass von Deinem Pool oder Deiner Sauna keine Gefahr für andere ausgeht.


5. Deckt die Haftpflichtversicherung Schäden durch einen Pool ab?

Ja, wenn durch Deinen Pool ein Schaden bei Dritten entsteht, kann Deine private Haftpflichtversicherung dafür aufkommen.


6. Sind Gartensaunen automatisch mitversichert?

Viele Versicherungen decken Nebengebäude bis zu einem bestimmten Wert ab. Liegt der Wert darüber, muss eine zusätzliche Absicherung erfolgen.


7. Muss ich einen Indoorpool der Versicherung melden?

Ja, fest installierte Pools oder Whirlpools im Gebäude sind meist anzeigepflichtig.


8. Was passiert bei einem Wasserschaden durch einen Whirlpool?

Je nach Ursache kann entweder die Wohngebäudeversicherung oder die Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommen.


9. Sind Whirlpools in Mietwohnungen erlaubt?

Das hängt vom Mietvertrag und von der Zustimmung des Vermieters ab.


10. Welche Schäden sind bei Pools besonders häufig?

Typische Schäden sind:

  • Wasserschäden
  • Sturmschäden
  • Schäden durch Frost
  • Unfälle durch fehlende Sicherung