Die dunkle Jahreszeit bringt Gemütlichkeit. Kerzenlicht, warme Getränke, frühe Abende. Doch während es drinnen behaglich wird, steigt draußen das Risiko: Wohnungseinbrüche nehmen in den Herbst- und Wintermonaten traditionell zu.
Viele Menschen denken: „Mich trifft es schon nicht.“
Doch die aktuellen Zahlen zeigen: Einbrüche sind keine abstrakte Gefahr – sie passieren jeden Tag.
Aktuelle Einbruchszahlen 2025 – ein Trend mit Warnsignal
Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Jahre steigen die Einbruchzahlen wieder.
2023 wurden in Deutschland rund 77.800 Wohnungseinbrüche registriert. Erste Auswertungen aus 2024 zeigen erneut einen Anstieg. Besonders alarmierend ist dabei die geringe Aufklärungsquote von unter 20 % bei den Einbrüchen.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass Täter gefasst werden, ist relativ gering. Umso wichtiger ist Prävention um Einbrüche zu vermeiden.
Warum ist die dunkle Jahreszeit besonders gefährlich?
Zwischen Oktober und Februar wird es früh dunkel. Bereits gegen 17 Uhr herrscht Finsternis. Genau diese Zeit nutzen Einbrecher bevorzugt.
Statistiken zeigen:
- Haupttatzeit: 16–20 Uhr
- Besonders gefährdet: Einfamilienhäuser
- Täter klingeln oft, um Abwesenheit zu prüfen
- Fenster und Terrassentüren sind Hauptzugangspunkte
Dunkelheit verschleiert Bewegungen. Und weniger Menschen auf der Straße bedeuten weniger potenzielle Zeugen.
Die Rolle der sozialen Anonymität
Früher kannten Nachbarn einander. Heute leben viele Menschen nebeneinander, aber nicht miteinander. Diese soziale Distanz spielt Einbrechern in die Karten.
Wenn niemand weiß, wer eigentlich in welches Haus gehört, werden fremde Personen weniger hinterfragt. Verdächtige Beobachtungen bleiben oft ungemeldet.
Ein funktionierendes Nachbarschaftsnetzwerk ist deshalb ein unterschätzter Sicherheitsfaktor.
Moderne Technik – Fluch und Segen
Einbrecher arbeiten heute professioneller als früher. Sie nutzen:
- einfache Hebelwerkzeuge
- spezielle Fensteröffner
- digitale Ablenkungsmanöver
- Social Media zur Urlaubsüberwachung
Gleichzeitig gibt es jedoch auch moderne Schutzmaßnahmen:
- Alarmanlagen
- Videoüberwachung
- Smart-Home-Lichtsteuerung
- Bewegungsmelder
- Sicherheitsglas
Studien zeigen: Technische Sicherungen schrecken viele Täter ab. Rund 40 % der Einbrüche bleiben im Versuchsstadium – oft wegen mechanischer Sicherungstechnik.
Besonders gefährlich: die Zeit vor Weihnachten
Vor Weihnachten befinden sich häufig hochwertige Gegenstände im Haus:
- neue Elektronik
- Schmuck
- Bargeld
- Geschenke
Das steigert die Attraktivität für Einbrecher zusätzlich.
Wie kannst du dein Einbruchrisiko konkret senken?
Ein Einbruch geschieht selten spontan. Täter beobachten häufig mehrere Tage.
Deshalb helfen:
- sichtbare Alarmanlagen
- gute Außenbeleuchtung
- Zeitschaltuhren
- Nachbarschaftsabsprachen
- Briefkasten regelmäßig leeren
- keine Urlaubsankündigungen in sozialen Medien
Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen sind besonders wirksam. Täter brechen oft ab, wenn sie nicht innerhalb weniger Minuten Erfolg haben.
Und wenn es doch passiert?
Ein Einbruch hinterlässt nicht nur finanzielle Schäden, sondern vor allem emotionale.
Das Gefühl, dass jemand in deinem privaten Raum war, wirkt oft lange nach. Viele Betroffene berichten von Schlafstörungen und Unsicherheitsgefühlen.
Hier kommt die Hausratversicherung ins Spiel.
Warum eine Hausratversicherung unverzichtbar ist
Eine Hausratversicherung ersetzt:
- gestohlene Gegenstände
- beschädigtes Inventar
- Vandalismusschäden
- oft auch Hotelkosten bei Unbewohnbarkeit
Wichtig ist:
- ausreichende Versicherungssumme
- Neuwertentschädigung
- grobe Fahrlässigkeit mitversichert
- Fahrrad- und Wertsachenschutz prüfen
Ohne Versicherung kann ein Einbruch schnell fünfstellige Schäden verursachen.
10 FAQ zum Thema Einbruch & Hausratversicherung
1. Wann passieren die meisten Einbrüche?
Zwischen Oktober und Februar, besonders in den frühen Abendstunden zwischen 16 und 20 Uhr. Besonders beliebt ist dabei die Zeit um Weihnachten rum.
2. Wie hoch ist die Aufklärungsquote?
Sie liegt bundesweit bei etwa 15–17 %.
3. Welche Gebäude sind besonders betroffen?
Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen.
4. Wie gelangen Täter ins Haus?
Meist über Fenster, Balkon- oder Terrassentüren.
5. Wirkt eine Alarmanlage wirklich abschreckend?
Ja. Sichtbare Sicherheitstechnik erhöht die Abbruchquote deutlich.
6. Was zahlt die Hausratversicherung bei Einbruch?
Sie ersetzt gestohlene Gegenstände zum Neuwert sowie beschädigtes Inventar.
7. Muss ich Einbruchspuren nachweisen?
Ja. Es muss ein „Einbruchdiebstahl“ vorliegen – also sichtbare Spuren gewaltsamen Eindringens.
8. Sind Wertsachen automatisch mitversichert?
Nur bis zu bestimmten Grenzen. Bargeld und Schmuck sind oft begrenzt.
9. Was ist grobe Fahrlässigkeit?
Zum Beispiel ein gekipptes Fenster bei Abwesenheit. Gute Tarife decken das mit ab.
10. Wie kann ich mein Risiko sofort reduzieren?
Außenbeleuchtung, Nachbarschaftsnetzwerk, mechanische Sicherungen und Social-Media-Zurückhaltung.