Privathaftpflicht- Wozu überhaupt und was ist eine Forderungsausfalldeckung?

Die Privathaftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Im besten Fall sollte jeder eine besitzen, denn diese Versicherung kommt für Schäden auf, die ich anderen Personen zufüge.

Habe ich keine Privathaftpflichtversicherung und mache etwas bei einer anderen Person kaputt, so bin ich verpflichtet den Schaden mit eigenen finanziellen Mitteln auszugleichen.

Sollte ich das nicht können, wird vor Gericht ein Titel erwirkt, der bestätigt, dass ich zahlungsunfähig bin.

Es ist also nicht so, dass es nur den anderen etwas bringt, dass ich eine Privathaftpflichversicherung habe, sondern ich selbst werde vor den Kosten geschützt, die entstehen, wenn ich anderen etwas kaputt mache.

 

Sollte ich das Pech haben, dass mir eine Person etwas kaputt macht die keine Haftpflichtversicherung hat, kann dies mitunter sehr ärgerlich sein.

In diesem Fall gibt es einige Szenarien wie die Geschichte ablaufen/ausgehen kann:

Entweder zahlt die Person, die den Schaden verursacht hat, die Kosten aus eigener Tasche oder ich habe eine Forderungsausfalldeckung in meiner eigenen Privathaftpflicht oder ich bleibe auf dem verursachten Schaden sitzen.

Was ist denn eine Forderungsausfalldeckung?

Die Forderungsausfalldeckung kommt für die Schäden auf, die mir jemand anderes zugefügt hat, wenn die Person keine eigene Privathaftpflichtversicherung besitzt und zahlungsunfähig ist.

Allerdings muss ein Titel erwirkt werden per Anwalt/Gericht, der bestätigt das die Person, die den Schaden verursacht hat, tatsächlich zahlungsunfäig ist.

Für die enstehenden Anwaltskosten bis zum Titel kommt entweder die eigene Rechtschutz auf oder die in einigen Privathaftpflichten vorhandene Rechtschutz (eigens für diese Fälle).

Haftung von Waschstraßen

Auto sauber- aber ein Schaden durch die Waschstraße! Wer kommt dafür jetzt auf?

 

Es empfiehlt sich bei Waschstraßen immer die Gebrauchsanweisung genau zu lesen und zu befolgen.

Leider kommt es häufiger zu Beschädigungen z.B. an den Außenspiegel oder an der Antenne, wenn vorab nicht die Gebrauchsanweisung befolgt wird.

In diesen Fällen bleibt man auf den Schäden „sitzen“, da die Waschstraße mit Ausweisung der Gebrauchsanweisung einen Haftungsauschluss erreicht.

 

Das Versicherungssystem

Wie funktioniert die Prämienberechnung einer Versicherung?

Im Prinzip wird der Schaden des Einzelnen auf alle Versicherungsnehmer umgelegt. Man untertützt sich innerhalb einer großen Gemeinschaft (Versicherung) mit den gezahlten Prämien gegenseitig im Falle eines Schadens.

Wenn die Einnahmen für die ausgezahlten Leistungen nicht ausreichen, dann muss mehr Geld her. Die Beiträge steigen.
Im Umkehrschluss heißt das: Zahlen Sie kleine Schäden ruhig aus der eigenen Tasche, damit auch Ihre Beiträge nicht steigen.

Versicherungsbetrug lohnt sich nicht, dadurch steigen die Beiträge ebenfalls, weil mehr Leistungen erbracht werden und die Kosten der Versicherung nicht gedeckt werden.

 

Schön und einfach erklärt bei dem kurzen Ausschnitt von Quarks& Co:

Zum Video Quaks&CO- Prämienberechnung

Sind wir gut versichert? Wie funktioniert das Versicherungssystem?

Die Sterbegeldversicherung ist die einzige Versicherung die immer zahlt!

Welche Versicherungen machen Sinn, welche nicht? Warum ist es von Vorteil, wenn man nicht jeden kleinen Schaden von der Versicherung ausgleichen lässt und wie funktioniert überhaupt das Prinzip einer Versicherung?

Bei Quarks& Co verständlich erläutert, einziges Manko bei den Erklärungen, dass nicht zwischen Versicherungsmakler (steht auf der Seite des Kunden) und Versicherungsvertreter (steht auf der Seite seiner Versicherung/ seines Arbeitgebers) unterschieden wird.

Zum Video Quaks&CO

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