Gebundener Anwalt bei der Rechtsschutz

Immer mehr Rechtsschutzgesellschaften bieten diverse SB-Varianten an. (z.B 150/300)

Bei dieser SB-Variante, zahlen Sie 150€ Selbstbeteiligung, wenn Sie einen Anwalt nehmen den Sie durch die Gesellschaft empfohlen bekommen oder einen aus der angeschlossenen Vereinigung (z.B.Apraxa)

Wählen Sie Ihren Anwalt frei aus, so zahlen Sie eine Selbstbeteiligung von 300€.

Der Vorteil für Sie als Versicherungnehmer ist, dass diese Tarife günstiger sind als jene mit festen SB- Sätzen.

Klingt auf Anhieb garnicht so schlecht.

 

Was steckt dahinter?! …


Eigene Anwälte der Gesellschaft, wie man Sie zum Beispiel in der Hotline antrifft, werden von der Gesellschaft sowieso bezahlt, diese kosten somit erheblich weniger, als ein „Fremd-Anwalt“.
Mit angeschlossenen Anwälten gibt es separate Vereinbarungen, was an Honoraren berechnet werden darf.  Diese sind deutlich niedriger als bei nicht angeschlossenen Anwälten. Nachteil für die angeschlossenen Anwälte ist, dass diese Honorare  auch für alle anderen Mandanten gelten, auch wenn diese nicht über die Gesellschaften zu Ihnen kommen.

Im Umkehrschluss muss jeder Anwalt für sich selbst rechnen, ob so eine Vereinbarung für Ihn Sinn macht oder nicht.

Einige der Anwälte die Ihnen über Google vorgeschlagen werden, werden sich bei Abraxa nicht wieder finden.

Bei einigen Anwälten ist die Anfrage so groß, dass Sie kein weiteres Medium(Abraxa/Rechtschutzversicherungen) nutzen(müssen) um neue Mandaten zu bekommen.

Gut oder schlecht?

Ist ein Anwalt der die Vereinbarung mit einer Rechtschutzversicherung eingeht nun ein guter oder schlechter Anwalt?

Pauschal kann man dies nicht beantworten.

Festzuhalten bleibt nur, dass Anwälte die ohne Vereinbarungen ein großes Klientel aufweisen, irgendetwas richtig machen, da Sie auch ohne „große Gesellschaft im Rücken“ genug Zulauf haben.

 

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