Stromsee

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Stromsee
Im Zusammenhang mit dem Stromverbrauch oder Strommix in Deutschland ist häufiger die Rede von einem Stromsee oder Stromsee-Modell.

Was ist ein Stromsee?

Das Stromsee-Modell ist eine Metapher für das Stromnetz in Deutschland. Ähnlich wie das Wasser in einem See ist Strom im Stromnetz jederzeit vorhanden. Der Stromsee setzt sich aus unterschiedlichen Energieträgern zusammen. Im Jahr 2007 bestand der Stromsee in Deutschland aus Kernenergie (24,3 %), Fossiler Energie (60,7 %) und Erneuerbarer Energie (15,0 %). Der Strom fließt aus zahlreichen Kraftwerken und Anlagen zur Stromgewinnung in den Stromsee. Stromverbraucher wiederum entnehmen dem Stromsee die von ihnen benötigten Strommengen.

Woher weiß meine Fernseher, dass er mit Ökostrom läuft?

Beim Stromverbrauch wird nicht unterschieden zwischen den einzelnen Energieträgern. Demzufolge wird bei der Entnahme nicht zwischen Kernenergie, Fossiler Energie oder Ökostrom unterschieden. Die elektronischen Geräte laufen daher nicht mit Ökostrom oder Atomstrom, sie laufen mit Strom. Stromverbraucher entnehmen dem Stromsee Strom. Die dem Stromsee entnommene Strommenge, wird von den Stromanbietern wieder dem Stromsee hinzugefügt. Der Strommix von den Stromanbieter in Deutschland fällt unterschiedlich aus. Je nach Stromanbieter kann sich also auch der Strommix im Stromsee verändern.

Wie kommt Ökostrom zum Verbraucher?

Wenn sich Verbraucher für Ökostrom entscheiden, verpflichtet sich der Ökostromanbieter den Stromverbrauch seiner Kunden mit erneuerbarer Energie zu kompensieren. Dem Stromsee wird also für jedes verbrauchte kWh 100 % Ökostrom hinzugefügt. Je mehr Stromverbraucher sich für Ökostrom entscheiden, desto größer wird der Anteil der erneuerbaren Energien im Strommix und also auch im Stromsee. Sobald keine Kernenergie oder Fossile Energie in den Stromsee fließen, kommt tatsächlich Ökostrom beim Verbraucher an. Den Strommix im Stromsee kann man dann allerdings noch unterteilen in Strom aus Wasserkraft, Biomasse, Windkraft und Solarenergie.
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